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"Weltweiter Bankensektor vernichtet 1 Billion US-Dollar: Nie mehr Aktien?" 

Anfang April 2008 meldete der Internationale Währungsfonds, dass potentiell eine Billion US-Dollar durch die Bankenkrise vernichtet wurden. Eine Summe, die sich nur die wenigsten annähernd vorstellen können. Man könnte auch sagen, tausend Milliarden oder eine Eins mit zwölf Nullen dahinter.
Kein Wunder, dass bei solchen Summen die eine oder andere Bank in Liquiditätsschwierigkeiten kam. Wären nicht andere Marktteilnehmer bereit gewesen, die insolventen Banken aufzukaufen, so wäre der Konkurs die unabdingbare Folge gewesen.
Welche Lehren muss ich als mündiger Anleger daraus ziehen, wenn nicht nur amerikanische Banken wie Bear Stearns oder in England eine Northern Rock fast pleite gehen, sondern auch in Deutschland eine IKB, eine Weserbank oder eine West LB?
Lassen Sie mich für die Beantwortung dieser Frage etwas in die Vergangenheit abschweifen. Der deutsche Anleger, der nach dem zweiten Weltkrieg geboren wurde, sieht es als selbstverständlich an, dass Banken nicht insolvent werden können. Geld hatte immer einen relativ konstanten Wert und schließlich betonen auch Experten und Politiker in den Medien, dass alles sicher sei. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass Geld immer nur etwas wert ist, wenn es in der jeweiligen Volkswirtschaft in der es als Zahlungsmittel verwendet wird, einen Gegenwert in Form von Gütern und Dienstleistungen gibt. Sollte diese Balance jemals aus dem Gleichgewicht geraten, dann hat es eben zur Folge, dass man für Geld nicht mehr den Gegenwert bekommt, den man von seiner Lebenserfahrung her gewohnt ist. Experten bezeichnen dies als Inflation. Was ist demnach bei den Banken passiert? Banken haben bestimmte Wertepapiere, die nichts wert waren, an andere Banken für sehr viel Geld weiterverkauft. Leider haben die Käuferbanken den Fehler gemacht, dass Sie die gekaufte Ware nicht inspiziert haben, mit der Folge, dass diese Käuferbanken irgendwann feststellen mussten, dass diese Produkte wertlos sind. Sie hatten also für etwas viel Geld ausgegeben, dass nichts wert war. Wenn unternehmerisch handelnde Institutionen solche Geschäfte zu oft machen, dann endet das normalerweise mit einem Konkurs und man ist pleite. Da Politiker und sonstige verantwortliche Menschen dies aber nicht wahrhaben wollen, geht man jetzt her und druckt kurzerhand einfach Geld, um diesen bankrotten Banken wieder Geld zu geben. In Amerika wurde dies direkt über die dortige Zentralbank gemacht. In Deutschland geht man den derzeit etwas eleganteren Weg und man entscheidet sich einfach dafür Steuergelder herzunehmen. Da aber der Steuerzahler diese Gelder nicht zur Verfügung stellen kann, nimmt der Staat kurzerhand einfach neue Kredite auf. In Deutschland wurde im Jahr 2007 jeder dritte Euro, der als Steuer vom Staat eingenommen wurde, sofort wieder für die Zinsen solcher Kredite ausgegeben. Experten rechnen hoch, dass in circa 15 bis 20 Jahren 80 Prozent des gesamten Staatshaushaltes für Kreditzinsen ausgegeben werden. Der mathematische Zinseszinseffekt tut ein Übriges. Um sich als ein Staat in der Zukunft irgendwann von dieser extremen Verschuldung befreien zu können, wird es nicht sehr viele Alternativen geben. Die wahrscheinlichste ist für mich jedoch eine Entwertung des Geldes. Wie auch immer: Halten Sie folgende Regeln ein:

1. Streuen Sie Ihre Vermögen
2. Legen Sie Ihr Vermögen in Sachwerten an (zum Beispiel Aktien und Immobilien)
3. Vertrauen Sie langfristig nicht Instituten, die Ihr Vermögen in Geldprodukten anlegen, wie Banken und Versicherungen. Durch die Unsicherheiten auf den Kapitalmärkten kam es in jüngster Zeit zu Kursverwerfungen, die historisch sind. Die „American Assosiation of Individual Investors (AAII)“ hat festgestellt, dass Aktienkurse, im Bezug auf ihre Bewertung, so günstig sind wie seit dem Jahr 1990 nicht mehr. Wer also eine klare Sicht auf seine Finanzen hat, der sollte jetzt unbedingt ein Portfolio aufbauen oder ein bestehendes ausbauen. Sehr viel billiger können die Kurse kaum noch werden. Es sei denn, durch externe Schocks, wie zum Beispiel politisch motivierte Attentate, die das ganze nochmals verzerren können. Aber selbst der 11. September 2001 war kein Dauerzustand.

 
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