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"Abgeltungssteuer" - oder "wie sich ein Staat selbst ins Knie schießt" 
  Peter Schön [ 7. August 2007- 10:30 ]

Politiker werden in der Regel vom Volk gewählt um für das Wohl des Volkes da zu sein. Zu Zeiten von Otto von Bismarck, als die sozialen Sicherungssysteme entstanden sind, regierte noch der Kaiser, der nicht vom Volk gewählt wurde. Vielleicht war dies auch der Grund dafür, dass Politik nicht immer nur von Legislaturperiode bis Legislaturperiode gemacht wurde, so wie es in der heutigen Zeit ist.

Es ist völlig unverständlich, gerade kleine und mittlere Einkommensbezieher mit der Abgeltungssteuer zu belegen und andererseits die Leute aufzufordern etwas für die private Altervorsorge zu machen. Einfache Arbeiter und Angestellte werden ab dem Jahr 2030 mit 40% ihres letzten Bruttoeinkommens auskommen müssen. Wenn man bedenkt, dass dies nach heutiger Kaufkraft in vielen Fällen weniger als tausend Euro sind, dann muss man als Politiker auch den Umstand beachten, dass genau diese Einkommensgruppen selten mehr als 150,-- oder 200,-- EUR sparen können. Diese niedrigen Sparbeträge lassen den Bürgern keine große Auswahl, wenn es um die Anlageform des Geldes geht. Er ist gezwungen in Aktienfonds anzulegen und er muss ein Schwankungsrisiko eingehen um der Altersarmut zu entgehen. Diese Möglichkeit wird durch die Einführung der Abgeltungssteuer systematisch zunichte gemacht. Die Motivation etwas für das Alter zurückzulegen wird verringert, weil es kaum einen Unterschied macht im Rentenalter von Sozialhilfe zu leben oder eine minimale Zusatzrente zu haben. Wer kann es dann demjenigen verdenken, der statt zu sparen, sein Geld lieber anderweitig ausgibt.

Bis zum 1.Januar 2009 ist es noch ein wenig hin. Bleibt zu hoffen, dass es sich die Politiker noch anders überlegen. Dass die Inhaber großer Vermögensteile ins Ausland verschwinden werden hat man schon vor mehr als zehn Jahren beobachten können, als die Quellensteuer eingeführt werden sollte. Dies wird auch dieses mal so sein.