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DAX BEI 8000!      Peter Schön [ 1. August 2007- 14:00 ]

Vor einigen Tagen kam eine ehemalige Bankkundin auf mich zu und fragte mich, warum ich in den letzten Monaten keine NEWS mehr einstellte. Tatsächlich ist es bereits zehn Monate her, dass ich keine mehr eingestellt hatte. Im September 2006, am Tag meiner letzten Eintragung stand der DAX bei ca. 5600 Punkten. Seit dieser Zeit hat der DAX in der Spitze 2400 Punkte zugelegt, was einer Steigerung von über 40% entspricht. Sie können sich jetzt vielleicht vorstellen, weshalb ich in den letzten zehn Monaten andere Prioritäten hatte, als die Einträge der NEWS. Neben der Eröffnung meines neuen Büros in der Siegertstrasse und der Umsetzung der Versicherungsvermittler-Richtlinien waren natürlich neue Interessenten und neue Kunden der Hauptgrund dafür, dass meine Arbeitszeit im Bereich der Kundenberatung stark zugenommen hatte. Neben den starken Empfehlungsgesuchen meiner Stammkunden sehe den Grund darin, dass viele Leute wieder das Vertrauen in den Aktienfondsmarkt zurückgefunden haben. Dass dieses Vertrauen zwischenzeitlich verlorengegangen war, lag wie von mir schon sehr oft berichtet, in der fahrlässigen Beratungsphilosophie der Banken, die die Kunden mit hochriskanten Branchenfonds und Titeln aus dem NEUEN MARKT um ihre Vermögen gebracht hatten. Hätte man damals schon gezielt in verschiedene Anlageklassen investiert und mehr auf die Qualität der Produkte geachtet, dann wäre diese Vertrauenskrise nie entstanden.

Leider haben die Banken nicht aus diesem Fehler gelernt. Statt mehr Wert auf Richtigkeit und Wahrheit zu legen, hat man das Zauberprodukt der Zertifikate aus dem Ärmel geschüttelt. Diese Produkte werden heute noch als das Allheilmittel angepriesen indem man dem Bankkunden am Schalter erzählt, man könne bei steigenden Kursen mitverdienen und bei fallenden Kursen würde eine Kapitalgarantie greifen. Gerade diese Kunden haben sich seit meinem letzten NEWS-Eintrag in größerer Zahl an mich gewandt, weil sie nicht verstehen konnten, wie es sein kann, dass bei einem 40-prozentigen Anstieges des DAX ihr Zertifikat nur magere drei Prozent Wertzuwachs verzeichnete.

8000 PUNKTE IM DAX, NEUES REKORDHOCH IM DOW JONES (USA) UND KEINER IST DABEI?
Genau so kann man die Situation vieler Kleinanleger in Deutschland bezeichnen. Besonders tragisch trifft es die Zertifikate-Anleger, die ja wollten, aber nicht können, weil es die Produkte nicht hergeben. Seit dem Börsentief im Jahr 2003 sind in diesen Markt mehr als 100 Milliarden Euro geflossen. Eine unvorstellbare Zahl. Wenn man vor allem bedenkt, wie kompliziert gestrickt diese Produkte sind, lässt sich schon mit einem gesunden Menschenverstand erahnen, wieviele Anleger hier mit ihren Kenntnissen mal wieder im Dunkeln tappen.