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Ich mahne zur VORSICHT: Rentenfonds waren der Absatz-Spitzenreiter im
Jahr 2005!
       Peter Schön [18. Apr. 2006 - 11:07]

Schaut man sich die Verkaufsstatistiken des Jahres 2005 näher an, bemerkt man sehr schnell, dass neue, dunkle Wolken am Anlage-Himmel der Kunden aufziehen!
Für den deutschen Fonds-Anleger hat sich im letzten Jahr der Rentenfonds als Absatzrenner herausgestellt. Es stellt sich auch hier die Frage, ob das Sicherheitsargument wieder einmal gestochen hat. Wenn man sich die Absatzzahlen näher ansieht könnte man dies vermuten. Über 30 Milliarden Euro wurden in diese Asset-Klasse investiert. Auch hier wieder ein lohnendes Geschäft für die großen Bank- und Versicherungsvertriebe. Ob die stetigen Erträge, die viele Rentenfonds versprechen, auch gehalten werden steht auf einem anderen Blatt. Die Zinserhöhungen der letzten Monate verheissen etwas anderes. Schnell laufen dann die erhofften Erträge gegen die Null-Linie, oder gar ins Minus. Das Aufschreien der Kunden ist heute fast schon hörbar.
Ein Beispiel: Sollte sich der Kapitalmarktzins am langen Ende um zwei Prozent erhöhen, dann bedeutet das für eine Bundesanleihe mit zehnjähriger Restlaufzeit einen Kursverlust von 15%! Das würde bedeuten, dass die 10.000 EUR, die in ein solches Papier investiert wurden, gerade mal noch 8.500,-- EUR Wert sind. Es stellt sich die Frage, was mit den Rentenfonds der Kunden passiert, in dem diese Wertpapiere stecken?
Wieder ist eine weitere Zeitbombe in den Depots der Kunden zu finden. Wann wird sie platzen?
Im Jahr 2005 wurden in Deutschland 2,7 Milliarden in Aktienfonds investiert. Das sind nicht einmal 10% vom dem, was in den Rentenfonds landete. Alleine der DAX hat seit einem Jahr eine Performance von 34% geschafft. Leider hatten die Deutschen mal wieder auf das falsche Pferd gesetzt. Schon wie 2001, als alle Anleger Aktien kaufen wollten. Oder 2002, als man offensichtlich Sicherheit in offenen Immobilienfonds fand. Jedesmal war der Anleger auf dem Holzweg unterwegs!
Doch warum ist das so?
Der Anleger vertraut seinem Bankberater. Der Bankberater verkauft das Produkt, dass er am besten und am leichtesten an den Mann oder die Frau bringt. Was für den Anleger das beste Produkt ist, spielt dabei keine Rolle. Die Absatzzahlen müssen stimmen. Ein Berater, der ein gutes Gewissen hat, weil er einen Kunden moralisch richtig beraten hat, kann sich nicht rechtfertigen, wenn ihn sein Vorgesetzter nach den Absatzzahlen des vergangenen Monats fragt. Für beide zählen nur die Menge der abgeschlossenen Verträge. Der Kunde ist in jedem Fall der Verlierer!
Fazit: Auch hier kann ich dem Anleger nur raten, sich bei einem unabhängigen Finanzdienstleister beraten zu lassen, um das für ihn ideale Produkt zu erhalten.